Bocklemünd/Mengenich - Dörfliche Idylle PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Sonntag, 10. Februar 2008
An Ehrenfelds Stadtbezirksperipherie, nördlich der Venloer Straße und des Militärrings, befindet sich am Ausläufer des Vorgebirges, umgeben von einer leichten Hügelkette, der Kölner Stadtteil Bocklemünd/Mengenich. Das ursprüngliche Zwillingsdorf ist geprägt von einer über tausendjährigen Tradition.


Von Dörflicher Idylle zum neuen Stadtbild

Der Stadtteil stellt sich heute zum einen als ländlich-beschaulische Note mit Resten uralter Höfgüter in den alten Ortskernen von Bocklemünd und Mengenich dar. Zum Anderen ist die grundlegendste Veränderung in seiner langen Geschichte eingetreten: Eine moderne, gut geplante großstädtische Bebauung wuchs ab Mitte der 1960er Jahre über die historischen Hofgiebel hinaus.

Dies bedeutete eine Zäsur: Der jahrhundertlange Traum dörflicher Idylle war ausgeträumt. Ein neuer Stadtteil wurde "aus dem Boden gestampft". Nach anfänglicher Skepsis verbesserte sich das Image des neuen kölschen Veedels zusehends, nicht zuletzt durch das soziale Engagement der Kirchen. Mittlerweile sind die einstigen Vorbehalte von Alt-Bocklemünd gegenüber der neuen Siedlung kölnischen Städtebaus längst überwunden.


Entstehung der Namen Bocklemünd und Mengenich


Bocklemünd wird in alten Urkunden auch Pocklemünd, Bugchilomunte, Buggilmonte oder Buchelmundt genannt, denn die Schreibweise änderte sich im Laufe der Zeit. Der Name kommt vermutlich von Buckel - Hügel - und mund - Ausmündung. Mengenich als keltisch-römische Siedelstätte trägt seinen Namen aus Magniniacum = Siedlung des Magninus.

Name und Pfarre Bocklemünd werden erstmalig in einer Urkunde vom 9.9.941 bezeugt, aus der unter Anderem hervorgeht, dass Erzbischof Wigfried von Köln den Nonnen von St. Cäcilien Bocklemünd zur Schenkung machte. 1888 wurde Bocklemünd-Mengenich in die Stadt Köln eingemeindet. 1885 zählte Bocklemünd 532 Einwohner und Mengenich 217 Seelen. Heute wohnen hier rund 11.000 Menschen.





Die Alteingesessenen weisen stets auf die reiche und lange Historie hin, die sich in den zahlreichen und dominierenden Gutshöfen dokumentiert. Aber auch die neuen Bewohner haben Geschichtsbewusstsein entwickelt und sind stolz auf das Erreichte: Im historischen Ort ein moderner Stadtteil.


Akzente im Stadtteil

Görlinger Zentum; WDR.

Quelle Stadt Köln
 
 
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